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Ausland

Vor dem Hintergrund fehlender Erfolge bei Verhandlungen hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit einem beispiellosen „Wirtschaftskrieg“ gedroht. Auch müsse jedes Land samt seiner Finanzinstitutionen, Unternehmen, Flughäfen und Regierungsbehörden bei einer Unterstützung des Irans mit „GEWALTIGEN wirtschaftlichen Konsequenzen“ rechnen, verkündete er auf seiner Plattform Truth Social. Es brauche die Hilfe aller Verbündeten, um die vom Iran ausgehende Bedrohung zu stoppen.

Iranische Medien haben unbeeindruckt auf die Drohung des US-Präsidenten reagiert. Trump habe schon zuvor wiederholt vom angeblich unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch des Irans und von Schlägen historischer Dimension gesprochen, schrieb die iranische Nachrichtenagentur Fars auf Telegram. Seine Behauptungen seien bloß als übliche „psychologische Kriegsführung und Propagandakampagne“ zu verstehen.

Die USA und Kanada haben sich entgegen früheren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump doch noch nicht auf ein Handelsabkommen geeinigt. Trump sagte gestern, die USA würden „wahrscheinlich ein Abkommen mit Kanada schließen. (…) Ich glaube, wir haben eine Einigung.“ Stunden zuvor hatte Trump Reportern noch gesagt, dass die Einigung fix sei.

Der kanadische Ministerpräsident Mark Carney erklärte auf X, beide Seiten würden sich „auf eine Einigung zubewegen“. Ein Insider sagte, dabei könnten die USA einige umstrittene Zölle auf in Kanada hergestellte Pkw und Lkw sowie auf wichtige Metalle senken.

Die USA hatten im vergangenen Jahr unter Berufung auf ein Gesetz zur nationalen Sicherheit Zölle auf Stahl, Aluminium und Autos verhängt, was Kanada zu Gegenmaßnahmen veranlasste. Carney hat wiederholt gesagt, die Nachbarn führten einen Handelskrieg.

Mehr als zweieinhalb Jahre nach dem Tod der fünfjährigen Palästinenserin Hind Rajab im Gazastreifen hat die israelische Armee eine strafrechtliche Untersuchung angeordnet.

„Nach der Prüfung der Ermittlungsergebnisse und aufgrund möglicher Versäumnisse bei der Koordination der Fahrt des Rettungswagens des Palästinensischen Roten Halbmonds wurde beschlossen, eine strafrechtliche Untersuchung“ einzuleiten, teilte die Armee gestern mit.

Die israelische Armee veröffentlichte zudem Untersuchungsberichte zu vier weiteren vielbeachteten Vorfällen im Gazastreifen. Zu einem davon würden ebenfalls strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet, so die Armee. Es gehe dabei um 15 Palästinenser, die im Jahr 2025 getötet wurden, darunter medizinisches Personal und humanitäre Helfer.

Mädchen auf Flucht getötet

Der Fall Hind Rajab hatte 2024 international für Schlagzeilen und Kritik am Vorgehen der israelischen Armee gesorgt.

Die Fünfjährige hatte am 29. Jänner 2024 ein verzweifeltes, stundenlanges Telefonat mit dem Palästinensischen Roten Halbmond geführt, nachdem das Auto ihrer Familie beim Versuch, vor der vorrückenden israelischen Armee aus der Stadt Gaza zu flüchten, unter Beschuss geraten war.

Tage später wurde ihre Leiche aus dem Fahrzeug geborgen, zusammen mit den Leichen von sechs Angehörigen und zwei zu Hilfe gekommenen Mitarbeitern des Roten Halbmonds. Die beiden Rettungsmitarbeiter seien getötet worden, als die Armee eine Granate auf deren Fahrzeug gefeuert hätte, teilte das israelische Militär mit.

Die Geschichte des Mädchens wurde durch den Film „Die Stimme von Hind Rajab“ bekannt, der die Geschehnisse rekonstruiert. Das Dokudrama war für einen Oscar nominiert.

Im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die „Nord Stream“-Pipelines im September 2022 ist ein weiterer Verdächtiger gefasst worden. Die deutsche Bundesanwaltschaft ließ den Mann in Kroatien von dortigen Beamten festnehmen, wie die Behörde gestern mitteilte.

Sie wirft dem Ukrainer das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vor. Bei den Anschlägen gab es schwere Schäden an der direkten Verbindung für russische Erdgasexporte nach Deutschland und anderswo in Europa.

Wolodymyr Z. war bereits im Herbst 2025 in Polen festgenommen worden. Die polnische Justiz lehnte den deutschen Auslieferungsantrag damals ab, der Ukrainer kam frei. Laut Bundesanwaltschaft, Deutschlands oberster Anklagebehörde, soll der Mann als ausgebildeter Taucher an den Tauchgängen in der Ostsee beteiligt gewesen sein, bei denen die Sprengsätze an den Gasleitungen platziert wurden.

Der Zugriff sei in der kroatischen Stadt Pula erfolgt, teilte die deutsche Bundesanwaltschaft mit. Z. werde des gemeinschaftlichen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, der verfassungsfeindlichen Sabotage sowie der Zerstörung von Bauwerken verdächtigt.

Bei einem neuen israelischen Luftangriff auf eine Polizeistation im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens neun Menschen getötet worden. 15 weitere Personen seien verletzt worden, hieß es gestern aus medizinischen Kreisen heute im Gazastreifen. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Polizei war auch eine Frau unter den Toten. Ein Sprecher des Innenministeriums sprach von einem „brutalen Massaker“ gegen Polizisten.

Eine israelische Armeesprecherin sagte, der Angriff habe einem Hamas-Kommandanten gegolten, der sich gerade in der Polizeistation aufgehalten habe. Bei einem zweiten Luftangriff im zentralen Gazastreifen sei ein weiterer Hamas-Kommandant getroffen worden, der am Massaker der islamistischen Terrororganisation am 7. Oktober 2023 teilgenommen habe. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Bereits am Vortag waren bei einem israelischen Angriff in Gaza sechs Menschen getötet worden. Nach Darstellung der israelischen Armee nahm diese mehrere Kommandanten der islamistischen Terrororganisation Hamas ins Visier. Diese hätten Angriffe auf israelische Soldaten in dem Küstengebiet geplant. Auch diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

EU

Nach Deutschland und der Schweiz hat auch Österreich damit begonnen, Asylsuchende nach Italien zurück zu überstellen. Seit dem Inkrafttreten des neuen EU-Asyl- und Migrationspakts am 12. Juni seien bereits vier Menschen nach Italien gebracht worden, meldeten die italienische Nachrichtenagenturen ANSA und LaPresse gestern unter Berufung auf das österreichische Innenministerium.

Die Überstellungen erfolgten demnach mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Nach den neuen Regeln kann die zuständige Behörde einer ausreisepflichtigen Person ein Zugs- oder Busticket zur Verfügung stellen, um sie in den für das Asylverfahren zuständigen EU-Staat zurückzubringen.

Bei den vier Fällen handelt es sich um Dublin-Fälle. Gemeint sind Menschen, die zunächst in einem EU-Land angekommen und anschließend in einen anderen Mitgliedsstaat weitergereist sind, um dort einen Asylantrag zu stellen. Nach den europäischen Zuständigkeitsregeln ist grundsätzlich der Staat der ersten Einreise für die Prüfung des Asylantrags verantwortlich.

Inland

Erneut kommt Gegenwind von Juristinnen und Juristen bezüglich des derzeitigen Gesetzesentwurfs zur geplanten Bundesstaatsanwaltschaft. Der Jurist Martin Kreutner sowie weitere Expertinnen und Experten kritisierten gestern in einem offenen Brief unter anderem einen möglichen parteipolitischen Einfluss.

Die Gesetzesnovelle zur Schaffung einer Bundesstaatsanwaltschaft ist seit 1. Juli in Begutachtungsphase. Der derzeitige Entwurf beruht auf dem Vorhaben, die Aufsicht über Staatsanwaltschaften auf ein unabhängiges Organ zu verlagern. Der Entwurf sieht ein Kollegium aus drei Bundesstaatsanwälten vor, die ihre Zuständigkeiten untereinander verteilen sollen.

Gefahr der „parlamentarischen Kontrolle“

In ihrem offenen Brief kritisieren die Juristinnen und Juristen, dass der derzeitige Entwurf „die parlamentarische Kontrolle“ selbst auf laufende Verfahren ausdehnen wolle. Außerdem würde die vorgesehene Einbindung des Parlaments bei der Bestellung der dreiköpfigen Kommission zu einer zusätzlichen Verpolitisierung führen.

Es könnte dazu kommen, dass „entsprechende parlamentarische Mehrheiten damit auch ihre jeweiligen Wunschkandidaten als Bundesstaatsanwälte ins Amt bringen können“, hieß es.

Auch die sechsjährige Funktionsperiode der Kommission empfand Kreutner als „wesentlich zu kurz“. Im Justizbereich seien Ernennungen ausnahmslos unbefristet, da das zur Stärkung der Unabhängigkeit der Justiz beitrage. Stattdessen wird im offenen Brief eine Amtszeit von einmaligen zwölf Jahren vorgeschlagen, wie es bei der Präsidentin des Rechnungshofes der Fall sei.

Ukraine-Krieg

Bei neuen russischen Angriffen auf die Ukraine hat es mehrere Tote gegeben. In Kiew wurde bei Attacken mit ballistischen Raketen mindestens fünf Personen getötet, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. In mehreren Stadtteilen seien Wohnhäuser und andere Gebäude beschädigt worden, die Fenster eines Kinderkrankenhauses seien geborsten, an mehreren Orten es gab es Brände. Bei einem russischen Drohnenangriff im Norden der Ukraine starben mindestens zwei Menschen.

Infolge der Luftangriffe in Kiew seien mehrere Menschen in einem Schutzraum und andernorts in einem Wohnhaus eingeschlossen, schrieb Klitschko weiter. Außerdem habe es 23 Verletzte gegeben. Teile Kiews waren ohne Strom. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Zum Drohnenangriff teilte die Nationalpolizei mit, Russland habe eines ihrer Gebäude in Schytomyr attackiert. Zwei Polizisten seien ums Leben gekommen und mindestens 20 Menschen verletzt worden. Russland habe bei dem Angriff Drohnen mit Düsenantrieb eingesetzt. Es sei zu einem Brand auf dem Dach und im vierten Stock gekommen.

Umwelt & Klima

Ein neuer Großbrand hat in Spanien bereits 2.200 Hektar Vegetation zerstört, darunter Pinienwald. Das im Gebiet Las Hurdes in der Provinz Caceres im Westen des Landes wütende Feuer sei mit einer „Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent“ vorsätzlich gelegt worden, sagte der Vizepräsident der Region Extremadura, Abel Bautista, gestern.

Wegen der näher rückenden Flammen wurden dort bereits zehn Ortschaften mit insgesamt rund 700 Einwohnern evakuiert. Drei Wohnhäuser wurden beschädigt, mehrere Straßen bleiben gesperrt. Mehr als 200 Einsatzkräfte sowie 23 Löschflugzeuge und -hubschrauber kämpfen gegen die Flammen.

Neues Feuer nahe Madrid

Wenige Wochen nach verheerenden Waldbränden bei Madrid brach indes in der Umgebung der spanischen Hauptstadt ein neues Feuer aus. Die Behörden ordneten die Evakuierung einiger Häuser am Rande des Ortes Aldea del Fresno an und riefen die übrigen Anrainer auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Temperaturen um 36 Grad Celsius und starker Wind fachten die Flammen an.

Unterdessen entspannt sich die Lage bei zwei der größten Waldbrände der vergangenen Wochen. Beim Feuer von Niebla in Andalusien konnten inzwischen die letzten Evakuierten nach der Eindämmung des Brandes in ihre Häuser zurückkehren. Die Flammen verwüsteten dort mehr als 38.000 Hektar.

Auch beim Großbrand in Las Penas de Riglos in der Region Aragonien, der mehr als 18.000 Hektar erfasste, konnte die Situation inzwischen stabilisiert werden.

Wirtschaft

Der frühere Wirtschaftskammer-Chef Harald Mahrer ist nicht mehr Teil des Aufsichtsrats des deutsch-österreichischen Holzhausbauers Gropyus. Kogründer Markus Fuhrmann wechselt aus der Geschäftsführer in das Gremium, wo er die Funktion von Mahrer als stellvertretender Vorsitzender übernimmt. Der bisherige Ko-CEO Philipp Erler verantwortet nun die Unternehmensführung, teilte Gropyus gestern nach einer Hauptversammlung mit. Daniel Riedl bleibt Aufsichtsratsvorsitzender.

Bisher schreibt Gropyus rote Zahlen. Das soll sich laut Firmenangaben 2027 ändern. Mahrer war von 2019 bis 2021 als Investor auch an dem Unternehmen beteiligt.

Mit dem früheren Investor und Aufsichtsratschef Florian Fritsch befindet sich Gropyus, ein Produzent von seriell gefertigten Holzmodulen für den Hausbau, unterdessen in einem Rechtsstreit. „Wir können bestätigen, dass die Gropyus AG im Jahr 2022 aufgrund von Hinweisen zu einem möglichen betrügerischen Verhalten eine interne Untersuchung zu falschen Kostenabrechnungen in der Vergangenheit durch Florian Fritsch zum Nachteil von Gropyus veranlasst hat“, zitierte der „Standard“ das Unternehmen zuletzt. Dem Bericht zufolge geht es um Urlaube, Beraterkosten und andere Ausgaben.

Erfolgreiche Studiendaten zu einem neuartigen Hautkrebsimpfstoff haben der Aktie der US-Biotechfirma Moderna gestern einen großen Kurssprung beschert. Eine zulassungsrelevante klinische Studie mit dem mRNA-Impfstoff Intismeran in Kombination mit der Krebsimmuntherapie Keytruda des Partners Merck & Co. habe ihre Ziele erreicht, teilten die Unternehmen mit.

Die Moderna-Papiere schossen an der Wall Street um mehr als 150 Prozent in die Höhe und erreichten den höchsten Stand seit Juni 2024. Die Aktien von Merck & Co. kletterten um 9,2 Prozent auf ein Rekordhoch.

Intismeran von Moderna ist ein auf den jeweiligen Patienten zugeschnittener mRNA-Impfstoff. Dafür werden die genetischen Veränderungen im Tumor analysiert, um das Vakzin gezielt gegen die individuellen Krebsmerkmale auszurichten. Das Medikament Keytruda aktiviert zugleich das Immunsystem, damit es Krebszellen besser erkennen und angreifen kann.

An der Studie nahmen 1.137 Patientinnen und Patienten nach einer Operation wegen eines Melanoms, des schwarzen Hautkrebses, teil.

Chronik

Bei einem Erdrutsch in einer illegalen Goldmine in der Zentralafrikanischen Republik sind mindestens hundert Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche weitere Menschen seien bei dem Unglück am Dienstag zudem verletzt worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP von mehreren Menschen in der Region. Die Verletztem wurden demnach ins Krankenhaus der nahe gelegenen Stadt Baboua gebracht, während die Suche nach Verschütteten weiterging.

„Es ist eine Katastrophe“, sagte der Minenarbeiter Cedric Mbango AFP. „Der Boden ist komplett weggerutscht und hat die Menschen mitgerissen.“

„Gerade ist es noch schwierig, eine offizielle Bilanz zu ziehen“, sagte der Abgeordnete aus Baboua, Laurent Ngon Baba, AFP.

Im Juni waren bei einem ähnlichen Einsturz in einer anderen Goldmine an der Grenze zu Kamerun mehrere Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Mitte März starben sieben Menschen bei einem Erdrutsch in einer Mine in einem Dorf im Westen der Zentralafrikanischen Republik.

Einen Solosechser zu 7.388.011 Euro hat die gestrige Ziehung von Lotto „6 aus 45“ gebracht.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

3 5 6 22 38 40/Zusatzzahl 27

Die aktuellen LottoPlus-Zahlen lauten:

18 21 26 30 39 43

Zweite Ziehung:

10 12 15 22 39 45

Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

4 6 0 6 8 5

Alle Angaben ohne Gewähr

Kultur

Der für seine Actionthriller bekannte britische Filmemacher John Irvin ist tot. Irvin sei am 11. August im Alter von 86 Jahren „friedlich zu Hause im Kreise seiner Familie“ gestorben, teilte seine Produzentin Claire Evans gestern britischen Medien mit. Berichten zufolge hinterlässt er drei Kinder und zwei Enkel.

Der britische Filmregisseur John Irvin (Mitte) mit den Schauspielern Alfred Molina (links) und Ivano Marescotti (rechts) bei Dreharbeiten im Juni 2005
AP/MTI/Sandor H. Szabo

Irvin war 1979 mit der Verfilmung von John le Carres Spionageklassiker „Dame, König, As, Spion“ einem breiten Publikum bekannt geworden. Er wurde für die BBC-Serie, in der Alec Guinness die Hauptrolle spielte, mit zwei britischen Bafta-Filmpreisen ausgezeichnet und erhielt eine Emmy-Nominierung. In den 1980er Jahren führte Irvin bei weiteren Actionfilmen Regie, darunter bei „Die Hunde des Krieges“ und „Der City Hai“.

Leute

Der britische Prinz Harry zieht Medienberichten zufolge mit seiner Frau Meghan und den gemeinsamen Kindern in sein Heimatland zurück. Die Rückkehr ins Vereinigte Königreich solle bereits „bis Ende des Monats“ vollzogen werden, berichteten mehrere britische Medien gestern Abend. Die beiden Kinder des Paares seien für den Schulbeginn im September an einer britischen Schule angemeldet.

Der jüngere Sohn von König Charles III. und seine Familie wollten „die Vereinigten Staaten bis Ende des Monats verlassen, um sich in einem privaten, nicht zum Königshaus gehörenden Wohnsitz niederzulassen“, berichtete der „Telegraph“. Der Wohnsitz solle sich außerhalb von London befinden.

Harry und seine Frau hatten sich 2020 im Zuge eines Zerwürfnisses mit der königlichen Familie von ihren royalen Pflichten zurückgezogen und waren in Meghans Heimat USA gezogen. Das Verhältnis zum Königshaus galt seitdem als äußerst angespannt.

Im vergangenen Monat aber hatte Charles III. Medienberichten zufolge erstmals seit vier Jahren seinen jüngeren Sohn und dessen Familie empfangen. Harrys Ehefrau Meghan und die beiden Kinder Archie und Lilibet reisten demnach aus einem nicht näher bekannten Ort in Europa zu dem Familientreffen an, an dem auch Königin Camilla teilgenommen habe.

Hinweis

Aus medienrechtlichen Gründen ist diese Meldung bis 21. August 2026 hier abrufbar.

Der Freispruch für den Ex-Generalsekretär in Karin Kneissls (FPÖ) Außenministerium, Johannes Peterlik, im Prozess wegen Amtsmissbrauchs und Verletzung der Geheimhaltungspflicht ist rechtskräftig. Peterlik war am 22. April von allen Vorwürfen freigesprochen worden – mehr dazu in ORF.at.

Eine anschließend von der Staatsanwaltschaft Wien angemeldete Nichtigkeitsbeschwerde hat diese am 16. Juli zurückgezogen, wie das Landesgericht für Strafsachen Wien mitgeteilt hat.

Peterlik bestritt Vorwürfe

Dem Spitzenbeamten war vorgeworfen worden, den als geheim klassifizierten Bericht der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) zu einem Giftanschlag auf den russischen Doppelagenten Sergej Skripal im Jahr 2018 in Großbritannien, der auch die Formel der Nervengiftgruppe Nowitschok zum Inhalt hatte, ohne dienstliche Erfordernis angefordert zu haben. Die Staatsanwaltschaft sah dafür keine Berechtigung und kein dienstliches Erfordernis.

2021 war Peterlik vom Dienst suspendiert worden, wie das Außenministerium damals bestätigt hat. 2025 hat die Staatsanwaltschaft Wien Anklage gegen den früheren Spitzendiplomaten eingebracht – mehr dazu in ORF.at.

Im Prozess, der im März 2026 begann, wies Peterlik alle Vorwürfe der Anklage zurück und bekannte sich nicht schuldig – mehr dazu in ORF.at.

Die Nowitschok-Formel landete schließlich laut Medienberichten bei Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek, der mittlerweile für den russischen Inlandsgeheimdienst FSB tätig sein soll. Eine Schiene von Peterlik zu Marsalek war nicht belegbar, das Gericht sah außerdem ein klares dienstliches Interesse Peterliks durch ein Treffen mit dem damaligen russischen Botschafter in Wien. Dass Peterlik die streng klassifizierten Unterlagen an den Mitarbeiter des damaligen Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Egisto Ott weitergegeben habe, wiesen sowohl Peterlik als auch Ott im Prozess zurück – mehr dazu in ORF.at.

Schöffensenat fällte Freispruch

Der Freispruch für Johannes Peterlik erfolgte nach vier Verhandlungstagen. Das Landesgericht für Strafsachen Wien urteilte als Schöffengericht, dass Peterlik seine Pflicht zur Geheimhaltung nicht verletzt und keine OPCW-Dokumente an Egisto Ott weitergegeben habe – mehr dazu in ORF.at.

Der Schöffensenat zeigte sich überzeugt, dass Peterlik nicht die in den beiden Anklagepunkten Missbrauch der Amtsgewalt nach § 302 Abs 1 StGB und Verletzung einer Pflicht zu Geheimhaltung nach § 310 Abs 1 StGB vorgeworfenen strafbaren Handlungen begangen habe. Dieser Freispruch ist rechtskräftig.